Mittwoch, 3. April 2013
Prestigedenken in Russland
markusik, 14:08h
Ein Kulturstandard, der in Russland häufig zu finden ist, ist das Prestigedenken. Dem Erwerb und der Präsentation von Statussymbolen wird dabei nicht nur große Bedeutung beigemessen, es wird sogar erwartet. Jemand, der sich teure Anschaffungen leisten kann, dies aber nicht tut, kann unter Umständen im Sinne des Prestigedenkens nicht ernst genommen werden. Oder anders gesagt: Falsche Bescheidenheit kann in Russland als Schwäche ausgelegt werden. Aus diesem Grund wird tendenziell großer Wert auf Statussymbole gelegt. Teure Autos, große Villen, wertvoller Schmuck; all dies sind sichtbare Zeichen des Erfolges und damit auch der Wertschätzung des Besitzers.
Das war allerdings nicht immer so! Zur Zeit der Sowjetunion sollte sich kein Bürger aus der Masse, dem Kollektiv, hervorheben. Da teure Produkte sowieso nicht zu erstehen waren – zumindest für die Normalbürger – stellte dies auch kein Problem dar. Mit Einzug des Kapitalismus änderte sich dies jedoch radikal. Die Gründe dafür mögen in den verborgenen Wünschen vieler Russen liegen, etwas Besonderes zu besitzen. Auch der damit zum Ausdruck gebrachte Einfluss spielt eine wichtige Rolle.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Geschäftskollegen ihre Besitztümer anpreisen und gerne von ihnen erzählen. Damit wollen sie ihre Bedeutung hervorheben. Ihnen soll das vermitteln, dass Sie, indem Sie vermeintlich zu dieser „privilegierten“ Gruppe zählen, ebenfalls als wichtige Person wahrgenommen werden.
Was heißt das für Sie? Scheuen Sie sich nicht, von den Qualitäten Ihres [deutschen] Autos zu schwärmen oder die gute Lage Ihres Ferienhauses zu erwähnen. Auch
wenn das nicht zwingend der Fall ist oder die besagten Luxusgüter
gar nicht existieren – Sie werden damit Ihr Ansehen
steigern können!
Das war allerdings nicht immer so! Zur Zeit der Sowjetunion sollte sich kein Bürger aus der Masse, dem Kollektiv, hervorheben. Da teure Produkte sowieso nicht zu erstehen waren – zumindest für die Normalbürger – stellte dies auch kein Problem dar. Mit Einzug des Kapitalismus änderte sich dies jedoch radikal. Die Gründe dafür mögen in den verborgenen Wünschen vieler Russen liegen, etwas Besonderes zu besitzen. Auch der damit zum Ausdruck gebrachte Einfluss spielt eine wichtige Rolle.
Wundern Sie sich also nicht, wenn Geschäftskollegen ihre Besitztümer anpreisen und gerne von ihnen erzählen. Damit wollen sie ihre Bedeutung hervorheben. Ihnen soll das vermitteln, dass Sie, indem Sie vermeintlich zu dieser „privilegierten“ Gruppe zählen, ebenfalls als wichtige Person wahrgenommen werden.
Was heißt das für Sie? Scheuen Sie sich nicht, von den Qualitäten Ihres [deutschen] Autos zu schwärmen oder die gute Lage Ihres Ferienhauses zu erwähnen. Auch
wenn das nicht zwingend der Fall ist oder die besagten Luxusgüter
gar nicht existieren – Sie werden damit Ihr Ansehen
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Montag, 25. März 2013
Frauen + Business + Arabische Welt = Erfolg; Geht diese Gleichung auf?
markusik, 09:38h
Die Arabische Welt ist eine Gesellschaft, die von Männern dominiert wird, so zumindest das Image über die Region. Wie sieht die aktuelle Situation aus und was müssen europäische Frauen im Geschäftsleben mit Arabern beachten? Ein kleiner Ratgeber!
Zunächst einmal gibt es zwischen den einzelnen Ländern natürlich erhebliche Unterschiede. So findet man in den arabischen Ländern neben traditionellen Gewohnheiten [wie z. B. in Saudi-Arabien] auch viele moderne Lebensstile [wie z. B. in den Emiraten] vor.
Dementsprechend steigt vor allem dort die Zahl der berufstätigen Frauen sowie derer die in höheren Unternehmenspositionen anzutreffen sind. Da arabische Frauen mitunter äußerst gut ausgebildet sind und perfekt Englisch sprechen, drängen sie folglich immer häufiger in typische Männerbereiche in Wirtschaft und Politik vor.
Erfolgreiche Araberinnen sind beispielsweise die Bankerin Maha Al-Ghunaim, welche das Global Investment House in Dubai, einer der größten Vermögensverwalter im Nahen Osten, gründete. Das Bild der Geschäftsfrau im Arabischen Geschäftsleben hat sich demnach mittlerweile etabliert und wird wohl auch in Zukunft immer präsenter werden. Doch was gibt es im Detail, z. B. bezüglich der Bekleidung, zu beachten?
Prada, Gucci und Co.
In Saudi-Arabien beispielsweise müssen strenge Vorschriften eingehalten werden, in den Golfstaaten wiederum hat sich die Kleiderordnung immens gelockert und ähnelt fast europäischen Standards. Obwohl sich europäische Frauen außerhalb des vorhandenen Sozialgefüges befinden, wird es nicht gern gesehen, wenn Frauen zu viel Haut zeigen. Arme und Beine sollten nach Möglichkeiten immer bedeckt werden. Generell sollte hochwertige, elegante und dezente Kleidung getragen werden. Auf den Straßen von Dubai wird man beispielsweise häufig mit Markenkleidung von europäischen Labels wie Prada und Gucci konfrontiert.
Schnell sind europäische Frauen wegen der abweichenden Geschlechterrollen verunsichert, verhält man sich jedoch situativ und diplomatisch, wird man als europäische Geschäftsfrau in der Arabischen Welt weitestgehend akzeptiert. Zusätzlichen Respekt erfahren Mütter und Promovierte sowie generell ältere Frauen. Als nicht verheiratete Frau ist hingegen darauf zu achten, Distanz zu Männern zu wahren.
Zunächst einmal gibt es zwischen den einzelnen Ländern natürlich erhebliche Unterschiede. So findet man in den arabischen Ländern neben traditionellen Gewohnheiten [wie z. B. in Saudi-Arabien] auch viele moderne Lebensstile [wie z. B. in den Emiraten] vor.
Dementsprechend steigt vor allem dort die Zahl der berufstätigen Frauen sowie derer die in höheren Unternehmenspositionen anzutreffen sind. Da arabische Frauen mitunter äußerst gut ausgebildet sind und perfekt Englisch sprechen, drängen sie folglich immer häufiger in typische Männerbereiche in Wirtschaft und Politik vor.
Erfolgreiche Araberinnen sind beispielsweise die Bankerin Maha Al-Ghunaim, welche das Global Investment House in Dubai, einer der größten Vermögensverwalter im Nahen Osten, gründete. Das Bild der Geschäftsfrau im Arabischen Geschäftsleben hat sich demnach mittlerweile etabliert und wird wohl auch in Zukunft immer präsenter werden. Doch was gibt es im Detail, z. B. bezüglich der Bekleidung, zu beachten?
Prada, Gucci und Co.
In Saudi-Arabien beispielsweise müssen strenge Vorschriften eingehalten werden, in den Golfstaaten wiederum hat sich die Kleiderordnung immens gelockert und ähnelt fast europäischen Standards. Obwohl sich europäische Frauen außerhalb des vorhandenen Sozialgefüges befinden, wird es nicht gern gesehen, wenn Frauen zu viel Haut zeigen. Arme und Beine sollten nach Möglichkeiten immer bedeckt werden. Generell sollte hochwertige, elegante und dezente Kleidung getragen werden. Auf den Straßen von Dubai wird man beispielsweise häufig mit Markenkleidung von europäischen Labels wie Prada und Gucci konfrontiert.
Schnell sind europäische Frauen wegen der abweichenden Geschlechterrollen verunsichert, verhält man sich jedoch situativ und diplomatisch, wird man als europäische Geschäftsfrau in der Arabischen Welt weitestgehend akzeptiert. Zusätzlichen Respekt erfahren Mütter und Promovierte sowie generell ältere Frauen. Als nicht verheiratete Frau ist hingegen darauf zu achten, Distanz zu Männern zu wahren.
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Montag, 11. März 2013
Schulalltag im Reich der Mitte!
markusik, 09:51h
In der Vergangenheit wurde viel über das chinesische Schulsystem berichtet. Aus Interesse an der chinesischen Kultur habe ich diesbezüglich mal ein wenig intensiver recherchiert. Hier das Ergebnis!
Bereits chinesische Grundschüler schneiden im internationalen Vergleich vor allem in den Fächern Mathematik, Biologie und Physik überdurchschnittlich gut ab. Manche Studien berichten, dass die chinesischen Kinder in diesem Bereich einen Wissensstandard haben, der mit US-amerikanischen High-School-Schülern vergleichbar ist. Aber warum, was macht das chinesische Bildungssystem aus?
Die Pisa-Tests die in chinesischen Schulen in Peking und Shanghai durchgeführt wurden, bescheinigen den Schülern bisweilen Platz 1 in den oben genannten Fächern. Nichtsdestotrotz scheint der Reformbedarf groß. Denn die beiden Großstädte im Osten des Landes sind wahre „Eliteinseln“. Im ländlichen Osten des Landes wird das starke Bildungsgefälle erkennbar. Dennoch hat es das Bildungssystem in den vergangenen Jahrzehnten geschafft, eine vergleichbar gute flächendeckende Bildung zu installieren und damit u. a. auch die Quote der Analphabeten stark zu reduzieren.
Unerbittliches Leistungsstreben ist ein Schlagwort, auf das man bei der Recherche wiederholt stößt. Bereits Grundschüler sehen sich einem immensen Druck im Schulalltag ausgesetzt. Alles was zählt sind Disziplin und das Erbringen von Höchstleistungen. Täglich bis zu 14 Stunden müssen Kinder und Jugendliche in China lernen.
Auf individuelle Stärken und Schwächen kann nur am Rande eingegangen werden. Der klare Vorteil chinesischer Schüler ist dabei das Absolvieren von standardisierten Tests, auf die sie umfassend vorbereitet werden.
Fraglich bleibt, ob auch andere Fähigkeiten wie Kreativität und kritisches Denken ausreichend gefördert werden. Viele Studien belegen, dass in diesen Punkten chinesische Kinder das Schlusslicht der internationalen Rankings bilden. Selbst chinesischen Studenten fehlt es später häufig noch an individuellen Wertvorstellungen und selbstständigem Denken.
In den letzten Jahren mehren sich erstmals kritische Stimmen im Land. Wiederholt kam es zu Protesten gegen das Bildungssystem, für das nebenbei erwähnt, hohe Kosten für Lernmaterialien für die Familien anfallen. Es wird deutlich, wie wichtig Reformen an diesem Punkt werden, um auch langfristig und nachhaltig innovativ tätig zu werden. Das Internet ist an dieser Stelle ein wichtiges Medium für die Emanzipation einer neuen weltoffeneren Generation die seit Kurzem in China heranwächst.
Bereits chinesische Grundschüler schneiden im internationalen Vergleich vor allem in den Fächern Mathematik, Biologie und Physik überdurchschnittlich gut ab. Manche Studien berichten, dass die chinesischen Kinder in diesem Bereich einen Wissensstandard haben, der mit US-amerikanischen High-School-Schülern vergleichbar ist. Aber warum, was macht das chinesische Bildungssystem aus?
Die Pisa-Tests die in chinesischen Schulen in Peking und Shanghai durchgeführt wurden, bescheinigen den Schülern bisweilen Platz 1 in den oben genannten Fächern. Nichtsdestotrotz scheint der Reformbedarf groß. Denn die beiden Großstädte im Osten des Landes sind wahre „Eliteinseln“. Im ländlichen Osten des Landes wird das starke Bildungsgefälle erkennbar. Dennoch hat es das Bildungssystem in den vergangenen Jahrzehnten geschafft, eine vergleichbar gute flächendeckende Bildung zu installieren und damit u. a. auch die Quote der Analphabeten stark zu reduzieren.
Unerbittliches Leistungsstreben ist ein Schlagwort, auf das man bei der Recherche wiederholt stößt. Bereits Grundschüler sehen sich einem immensen Druck im Schulalltag ausgesetzt. Alles was zählt sind Disziplin und das Erbringen von Höchstleistungen. Täglich bis zu 14 Stunden müssen Kinder und Jugendliche in China lernen.
Auf individuelle Stärken und Schwächen kann nur am Rande eingegangen werden. Der klare Vorteil chinesischer Schüler ist dabei das Absolvieren von standardisierten Tests, auf die sie umfassend vorbereitet werden.
Fraglich bleibt, ob auch andere Fähigkeiten wie Kreativität und kritisches Denken ausreichend gefördert werden. Viele Studien belegen, dass in diesen Punkten chinesische Kinder das Schlusslicht der internationalen Rankings bilden. Selbst chinesischen Studenten fehlt es später häufig noch an individuellen Wertvorstellungen und selbstständigem Denken.
In den letzten Jahren mehren sich erstmals kritische Stimmen im Land. Wiederholt kam es zu Protesten gegen das Bildungssystem, für das nebenbei erwähnt, hohe Kosten für Lernmaterialien für die Familien anfallen. Es wird deutlich, wie wichtig Reformen an diesem Punkt werden, um auch langfristig und nachhaltig innovativ tätig zu werden. Das Internet ist an dieser Stelle ein wichtiges Medium für die Emanzipation einer neuen weltoffeneren Generation die seit Kurzem in China heranwächst.
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